Abteilungsbild-2018

Published by Christian Olmer on 10. Februar 2019

Herren erkämpfen einen Punkt gegen die Bayernligareserve des VfL Günzburg 29:29 (13:14)

Am Samstag traf die Meitinger Mannschaft auf den Bezirksoberligaabsteiger VfL Günzburg II. Die Vorzeichen standen nicht besonders gut, da sich kurzfristig drei Spieler wegen Grippe abgemeldet hatten. Beim Aufwärmen zählte man auf der Gegenseite 14 Spieler und erkannte zu allem Überfluss zahlreiche Unterstützung aus der Bundesliga A-Jugend und sogar Spieler aus der Bayernligamann­schaft des VfL Günzburg. Das Unentschieden aus dem Hinspiel sollte zurechtgerückt werden. Die Anfangsphase lieferte aber zugleich eine Überraschung. Die Olmer-Truppe gab den Ton an. Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und führten schnell mit 3:0. Die Ballartisten aus Günzburg mussten mit dem ungewohnt, harzfreiem Ball auf Torejagd gehen und das fiel ihnen sichtlich schwer. Die technisch deutlich überlegenen Gäste stellten sich aber immer besser auf das Spielgerät ein und bestraften jeden schwachen Torwurf und jeden Fehlpass sofort mit einem Gegenstoßtor. Beide Angriffsreihen hatten so ihre Mühen, den Ball an den beiden starken Torhütern vorbeizuzirkeln. Tizian Schmid entnervte die jungen Meitinger und Max Kruchten vernagelte mal wieder seine 6m² Torraum. Bis zur Halbzeit gelang es dem Meitinger Angriff die Fehlerquote niedrig zu halten und so musste Günzburg gegen die sehr aufmerksame Deckung für jeden Treffer mehr arbeiten, als sie dachten. Mit einem Tor Vorsprung für Günzburg (13:14) wechselte man die Seiten. Wenig Gegenstöße zulassen und vorne entschlossener die eigenen Chancen nutzen, so wollte man in die Partie starten. Das klappte nicht wirklich. Günzburg nutzte die vielen Fehler und Fehlwürfe und zog bis zur 44. Minute auf 18:25 davon. Dann auch noch ein Missverständnis auf der Bank und man war nur noch zu viert auf der Platte. Zu diesem Zeitpunkt machten auch die wahren Optimisten hinter das Spiel einen Haken. Meitingen a bisserl zu grün und die Gäste zu stark aufgestellt. Aber Günzburg ging nun sehr fahrlässig und leichtsinnig in die aus ihrer Sicht entschiedene Partie. Erstmal erzielten sie in doppelter Überzahl keinen Treffer, sondern mussten das 19:25 hinnehmen. Dann vergaben sie einen 7-Meter, einen Gegenstoß und zwei drei Rückraumwürfe landeten bei Max. Aber die Anzeigentafel zeigte ja 24:29 und nur noch gute sechs Minuten Spielzeit. Wird reichen, glaubten die mitgereisten Anhänger und wenn man ehrlich ist auch die Meitinger Fans hatten sich mit einer Niederlage abgefunden. Nur eben dieses junge ehrgeizige Team noch nicht ganz, denn man hat in dieser Saison ja schon manche Partie aus dem Feuer gerissen, nicht zuletzt in Günzburg, als es gelang noch sieben Tore Rückstand aufzuholen. Eine tolle Moral ermöglichte dann eine verrückte Schlussphase, die allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird. Meitingen gelang jetzt alles und Günzburg scheiterte entweder an Max oder an den eigenen Nerven. Der Rückstand schmolz Tor für Tor. Und mit jedem Treffer der Hausherren vergrößerte sich die Nervosität der jungen Günzburger. Keiner wollte mehr Verantwortung übernehmen und so versuchten sie den bärenstarken Kreisläufer oder einen ihrer Außenspieler in Position zu bringen. Aber dies ließen die Meitinger nicht mehr zu. Sie gaben keinen Zentimeter in der Nahwurfzone preis. Und aus dem Rückraum gelang kein Treffer mehr. Dass es schließlich vier verschiedene Spieler waren, die die entscheidenden Treffer zum Punktgewinn erzielten, zeigt warum man in dieser Saison auf dem vierten Platz steht. In Meitingen kämpft ein Team um Punkte, miteinander und füreinander. Aber man hat sich eben auch handballerisch entwickelt und stellt die etablierten Mannschaften vor Aufgaben, die diese erst einmal lösen müssen, um die Begegnungen für sich zu entscheiden. Am kommenden Samstag den 16.02.2019 um 20.00 Uhr trifft man auswärts auf den Tabellenführer BHC Königsbrunn und ist wieder einmal in der Außenseiterrolle. Aber wer weiß, vielleicht…um Unterstützung in der Ferne wird gebeten.

TSV Meitingen: M. Kruchten; F. Ludl (7), T. Keller (3/1), S. Michel (5/4), V. Eberle (3), M. Brandmayer (1), D. Schwander (3), P. Lux (4), M. Nowak (3)