Nach dem bitteren Abstieg in der vergangenen Saison, der umso schmerzhafter war, weil die Mannschaft mit einem starken Saisonstart Hoffnungen geweckt hatte, blickt der TSV Meitingen Handball nun mit neuem Mut nach vorne. Das Ziel ist klar: der sofortige Wiederaufstieg soll gelingen – und zwar unbedingt.

Doch der Weg dorthin ist alles andere als einfach. Ohne festen Trainer starteten die Handballer in die Vorbereitung. Verantwortung übernahmen die Spielertrainer Moritz Nowak und Stefan Michel, die nicht nur auf dem Feld, sondern auch an der Seitenlinie die Richtung vorgeben. Erschwerend kommt hinzu, dass die Mannschaft einen wichtigen Abgang verkraften muss – eine Lücke, die im Kollektiv geschlossen werden soll.

Der erste Teil der Vorbereitung hatte es in sich: Bei nahezu saunaartigen Temperaturen in der Meitinger Halle standen schweißtreibende Einheiten mit Fokus auf Kraft und Ausdauer auf dem Programm. Im zweiten Abschnitt wurde dann am spielerischen Feinschliff gearbeitet. Besonders die Umstellung auf eine neue, laufintensive Abwehr steht dabei im Mittelpunkt. Durch aggressives Stören des gegnerischen Aufbauspiels, vor allem der Rückraumspieler, wollen die Meitinger künftig mehr Ballgewinne erzwingen und schnelle Gegenstöße fahren. „Das kostet Kraft, bringt uns aber auch die Chance, Spiele früh zu entscheiden“, erklärt Spielertrainer Nowak.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Training von 1-gegen-1-Situationen. Die Mannschaft will sich dadurch variabler präsentieren und in entscheidenden Momenten Durchschlagskraft zeigen. In den Testspielen zeigte sich bereits, dass die Ansätze greifen: Es wurde viel ausprobiert, die Abwehrarbeit stabilisiert sich und die Spieler nehmen positive Erkenntnisse mit in die neue Runde.

Die Marschroute ist damit klar vorgegeben. „Wir wollen zurück – und wir müssen zurück“, bringt es Stefan Michel auf den Punkt. Der direkte Wiederaufstieg sei das einzige Ziel, das zähle.

Der Startschuss fällt am 20. September 2025: Zum Saisonauftakt tritt der TSV Meitingen um 18:00 Uhr beim TSV Neusäß an. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die harte Vorbereitung Früchte trägt – und ob der Traum vom schnellen Comeback in der höheren Liga Realität werden kann.